Poesie am Savignyplatz

 

 

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Während die Jungen bei einer „Dunklen Zukunft“ am Ostkreuz abhängen, zeigt der Kapitalismus in Berlin-Charlottenburg nun sein merkwürdiges, etwas verzerrtes Gesicht. An den sauberen Strassen am Savignyplatz, wo auch Psychologen und Psychiater ihre Beschäftigung finden, ist kaum zu erahnen, dass der Osten hier irgendwie von Interesse sein sollte.

Nun, Frank Maibier hat sich sein Leben lang kaum von von den Verlockungen des Westens beeindruchen lassen. Bildung sucht er sich im Alltag, der Umgebung, die ihn wohl auch zu Klang und einem Kunstwerk zur Euthanasie inspirieren liess (…das in Chemnitz ohne Eintritt in der Öffentlichkeit zu sehen ist), und das an die schlimmen Zeiten erinnert, an die wir uns kaum noch erinnern wollen.

Ja, Frank Maibier sollte wohl ein Magier sein, wie der Laudator sinnlich verkündete. Aber was ist „Magie“?, -frage ich mich schon lange. Ich stelle mir da irgendwie etwas fremdes und „anziehendes“ vor. Und im Moment ist in unserer Gesellschaft wahrscheinlich das Anziehendste das bare und glänzende Geld.

… und “Bildung“ ist nicht nur am Gymnasium und der Universität zu haben. Nein. Im Gegenteil. Herr Maibier arbeitete seit Jahrzehnten aus „Autodidakt“ an seinen poetischen Werken. Und davon sind mittlerweile viele entstanden. Was soll ein „Autodidakt“ jetzt sein? Ich nehme an, ein Mensch, der sich in Ruhe durch die Umgebung insiprieren lässt. Die unmittelbare Umwelt (…also auf der Strasse oder im Wald), in Trier, Saarbrücken, Kassel, Bremen, München, Düsseldorf, Köln und Leipzig könnten sich doch Lehrer finden, die etwas Neues, etwas nach vorne Weisendes erfinden. Aber der „Vorbereitungsdienst“ auf eine auskömmliche Stelle hindert so manchen dran. Es rutschen auch Menschen in die totale Verzweiflung. Die Umwelt, seien es Menschen, Gegenstände, Pflanzen, Tiere oder Häuser; – sie retten den Einen, aber dann doch nicht alle. Ein etwas freundlicheres, etwas schöneres und faireres würde man sich schon wünschen, insbesondere für die Langsamen im Geist oder am Körper.

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4 Gedanken zu „Poesie am Savignyplatz“

  1. Herr Lindner hat eine wirklich deshalb beeindruckende Seite, weil sie schlicht gehalten ist und dennoch Sil hat.
    Ich schaue von Zeit zu Zeit, ob sich was neues tut.
    Gerade rund um den Savignyplatz wird noch einiges zu recherchieren und beleuchten sein.
    Weiter gutes Gelingen! Merci

  2. Es wird sich sicher wieder was neues tun. Im Sommer bin ich nun viel in meinem Garten und gieße das Gemüse und die Blumen. Arbeite aber auch künstlerisch Holzschnitten, Radierungen und Zeichnungen. Bin gerne für Anregungen offen, wo man insbesondere auch am Savignyplatz etwas aus dem Bereich Kunst oder Musik erleben kann. Danke für das tolle Feedback!

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